14.11.2024
Große Geschlossenheit bei den Vorstandswahlen

 

 

 

Marzling. Größtmögliche Geschlossenheit demonstrierten die Freien Wähler bei ihren Neuwahlen. Sowohl bei der Kreisvereinigung als auch im Kreisverband wurden alle Vorstände einstimmig bestätigt. Dabei hatten die Mitglieder einen wahren Abstimmungs-Marathon zu bewältigen, denn am Dienstag wurden in Marzling zwei Jahreshauptversammlungen abgehalten.

Den Anfang machte die Vereinigung, die Gliederung der Partei, die an Bundestags-, Landtags- und Bezirkstagswahlen teilnimmt. An der Spitze steht weiterhin der Landtagsabgeordnete Benno Zierer, Stellvertreterin ist Maria Scharlach aus Mauern. Im Anschluss kamen die Mitglieder des Verbandes zusammen, der ausschließlich in der Landkreis-Politik aktiv ist. Vorsitzende bleibt Scharlach, ihr Stellvertreter ist weiterhin Rainer Schneider. Als Schatzmeisterin wurde Sonja Kieslinger aus Kranzberg wiedergewählt, Schriftführerin ist Stephanie Pflügler aus Giggenhausen – beide führen ihre Ämter sowohl in der Vereinigung als auch im Verband aus. Als Kassenprüfer fungieren jeweils Marianne Heigl aus Unterappersdorf und Reinhard Lauterbach aus Moosburg.

Doch damit nicht genug der Wahlgänge. Im Kreisverband wurde eine Reihe von Beisitzern ernannt: Daniel Beck (Freising), Andreas Karl (Fahrenzhausen), Uwe Penner (Gammelsdorf), Helmut Priller (Zolling), Sebastian Röhrig (Au) und Robert Weller (Freising). Die Kreisvereinigung bestimmte fünf Delegierte für die Bezirksparteitage: Johanna Abstreiter (Kranzberg) Sonja Kieslinger, Maria Scharlach, Birgit Weinsteiger (Schnotting) und Uwe Penner. Als Wahlleiter sorgte Landrat Helmut Petz dafür, dass alle Formalitäten zügig abgearbeitet wurden.  

In seinem Rechenschaftsbericht blickte Vereinigungs-Chef Benno Zierer auf die Wahlerfolge des Jahres 2023 zurück. Zierer selbst gelang souverän der Wiedereinzug in den Landtag, Marianne Heigl und Rainer Schneider vertreten den Landkreis weiterhin im Bezirkstag, Schneider ist dort Vize-Präsident. „Unsere Vorstandschaft hat als Kern-Team hervorragende Arbeit geleistet, mit großartiger Unterstützung aus den Ortsverbänden“, lobte Zierer. So könne man auch zuversichtlich in den anstehenden Bundestags-Wahlkampf gehen. Maria Scharlach gedachte dem verstorbenen Manfred Pointner und würdigte den Alt-Landrat als „großen Vordenker der Freien Wähler im Landkreis Freising.“ Zudem erinnerte sie an den Festabend zum 40-jährigen Jubiläum des Kreisverbandes als Höhepunkt des Jahres 2023.

Ein umfangreiches Zahlenwerk schlüsselte Sonja Kieslinger in ihren Kassenberichten auf. Vor allem die Kreisvereinigung hatte beträchtliche Ausgaben für den Wahlkampf, die unter anderem durch Spenden und Darlehen der Kandidaten finanziert werden konnten.

Um Geld ging es auch im Lagebericht von Landrat Helmut Petz. Wie die meisten Kommunen ist auch der Kreis Freising zum Sparen gezwungen. „Die Ausgaben steigen, weil der Staat immer mehr Aufgaben auf die Landkreise ablädt“, klagte Petz. Nur ein Beispiel: Durch die Wohngeldreform des Bundes gibt es viel mehr Anspruchsberechtigte. Der Landkreis, der die Anträge abwickelt, muss dafür sechs neue Mitarbeiter einstellen. Seit seinem Amtsantritt 2020 hätten sich die Personalausgaben des Landratsamtes von 35 auf 46 Millionen erhöht, für 2025 wären es sogar 56 Millionen gewesen, ehe man den Rotstift angesetzt und offene Stellen nicht nachbesetzt habe. „Wir suchen die ganze Zeit nach Einsparungsmöglichkeiten, es ist zum Heulen“, stellte Petz fest. In diesem Zusammenhang kritisierte Rainer Schneider, FW-Fraktionschef im Kreistag, Pläne einiger Bürgermeister, per Ratsbeschluss die Kreisumlage einzufrieren. „Wenn das passieren würde, könnten wir keinen Haushalt aufstellen“, warnte Schneider.